Erfolg wiederholt: Niedersachsen brilliert wieder mit Platz zwei

Mon, 07.05.2018 - 21:36
Siegerehrung JJLVK 2018
Die Siegerehrung am Samstagabend mit den Niedersachsen Birte Friedrichs, Meike und Ole Hennseler (v.re.) in der Mitte. Foto: Veranstalter

 

Der Erfolg ist perfekt: Niedersachsen ist beim Jugend- und Juniorenländervergleichskampf (JJLVK) am Wochenende am Südrand von Berlin erneut Zweiter geworden. Und dabei ist die NTB-Auswahl näher an die Übermacht Sachsen herangerückt.

An diesem zweiten Platz gibt es keinen Zweifel: Zweiter in der Jugendwertung, zweiter in der Juniorenwertung, Folgerichtig Rang zwei in der Gesamtwertung. Das Team unter Leitung von Landesjugendfachwart Joachim Stamer zeigte sich am Samstag beim Einzel und am Sonntag bei der Staffel bestens aufgestellt.

Zwar sprang kein erster Platz in einer Einzelwertung heraus. Den trotzten die Bayern den Sachsen in der Juniorenwertung ab. Doch unter dem Strich brachten die Niedersachsen deutlich mehr Punkte zwischen sich und die in der Gesamtwertung drittplatzierten Bayern als die Sachsen auf der anderen Seite Platz eins enteilt waren. In Zahlen holten die Sachsen 532, die Niedersachsen 470 und die Bayern 402 Punkte. Über sein erfolgreiches Team sagte Stamer schon häufiger augenzwinkernd: "Ich höre auf, wenn wir Platz eins holen." Gut möglich, dass aus diesem von einigen belächelten Spruch irgendwann Realität wird.

Einzelsiege holten Meike Hennseler in der Damen 18, Birte Friedrichs in der Damen 20 und Ole Hennseler in der Herren 20. Einen Staffelsieg holten die Herren 14 mit Julius Wandelt, Bennet Grote und Till Buchberger.

Eike Bruns

 

Nachfolgend der Kaderbericht

Der diesjährige JLVK im Brandenburgischen Gräbendorf bot abwechslungsreiche Läufe.
Nachdem der niedersächsische D-Kader von einem komfortablen Doppeldecker- Buss entlang der A2 eingesammelt wurde (letzter Stopp war Lostau->für Marlen Steinhoff). Ging die Reise entspannt weiter bis nach Gräbendorf in das KIETZ Jugendcamp am Frauensee. Eine optimale Location für den JLVK mit Unterbringung der Teams in kleinen Hütten und einem riesigen Speisesaal.
Schon während der Fahrt gab es reichlich Infos zum Wochenende durch das Trainerteam und unsere Juniorenstars Ole und Birte.

Am Samstag um 6:15 klingelte der Wecker zum Warmup. Das wurde allerdings dann zu einer Übungsstunde für die Choreografie der Abendveranstaltung umfunktioniert.
8:15 Uhr Abfahrt zum WKZ für den Einzellauf am Südrand von Berlin.
Hier erwartete uns ein Wald mit viel Grün. Teilweise hatten die letzten Wochen dafür gesorgt das die Grünstufen im Wald sehr unterschiedlich zum Kartenbild aussahen. Das Höhenbild war auch recht diffus. Sauberes  und fehlerfreies Orientieren war fast unmöglich.
Ein paar unsere Läufer hatten sehr frühe Startzeiten, ungünstig für die Posten im Kraut.
Am besten kamen die Läufer der älteren Klassen damit zurecht.
Allen voran Birte Friedrichs mit einem klaren Sieg in der D20, dicht dahinter Lotto auf Platz 3.
Auch Ole Hennseler gewann mit einem guten Vorsprung auf Colin Kolbe aus Westfahlen. In der D18 war es genau so dicht. Bis kurz vor Schluss führte Solia Stamer die Ergebnisliste an. Erst Meike Hennseler und Maren Guthier aus Hessen konnten ihr den Titel streitig machen. Schon kurz danach, auf Platz 6 landete Marlen Steinhoff. In der H 18 sorgte Nilas mit einem 7. Platz für eine schöne Überraschung. Er war damit sogar schneller als sein Teamkollege Matti Bruns (10.). Normalerweise ist das umgekehrt. Die H16 war dann auch noch recht erfolgreich. Theo Hennseler und Tom Buchholz konnten sich auf den Plätzen 6 und 7 einreihen. Für Aufsehen sorgte dann Lina Buchberger in der D16 mit einem 2. Platz. Eine Überraschung gab es aber auch in dieser Klasse. mit einem 9. Platz von Marieke Blohm haben die wenigsten gerechnet.
Während in der D14 Anna Marcao mit Platz 11 knapp an den Top 10 vorbei gelaufen ist gelang in der H14 dann ein sehr geschlossene Teamleistung. Till Buchberger verpasste das Treppchen nur knapp mit dem 4. Platz. Julius Wandelt erreichte Platz 6. und die Plätze 9 und 10 gingen an Bennet Grote und Jussi Bruns. Mit einem 10. Platz hat Karla Breckle Niedersachsens Ehre in der D12 verteidigt. Etwas besser gelang Jonas Knaup sein rennen mit einem 7. Platz in der H12.
Anders als in den letzten Jahren waren die meisten Podeste waren gut gemischt. Neben Sachsen, Niedersachsen und Bayern gab es viele Turnverbände mit Podestplatzierungen. Mit Baden, Berlin, Westfahlen, Brandenburg, dem Saarland und Hessen erreichte auch das kleine 6-Köpfige Team aus Schleswig- Holstein zwei Siege und einen 3. Platz.

Die Abendveranstaltung war wie gewohnt bunt und laut. Mit Schnauzbärten und Sobrero, Schlumpfmützen und Miniröcken kannte verschiedenen Teams in den Saal. Den Abschuss bildete der Fanfarenzug mit den Berlinern. Die verschiedenen Sprechchöre z. B. "zieht den Bayern die Lederhosen aus" waren teilweise nicht angebracht weil auch die Jungs in blau weißen Miniröcken im Saal saßen.
Die Spannende Gesamtwertung des Einzellaufes zeigte dann schon die Vermutung. Niedersachsen auf Platz 2 hinter Sachsen. Im Juniorenpokal war es sogar der erste Platz, hauchdünne 2 Punkte vor Bayern, und 7 Punkte vor Sachsen.
Am Sonntag war die Nacht schon um 5:45 vorbei. Essen um 6:00 Uhr packen, Hütten sauber machen, um 8:45 Uhr Massenstart für den Betreuerlauf mit 430 begeisterten Zuschauern am Zieleinlauf.
Ein flacher, Pfeilschneller Kiefernwald sorgte für spannende und dramatische Staffelwettkämpfe.
9:30 Massenstart für die JLVK Staffel. Banges Warten auf die ersten Ergebnisse. Unsere Kids fast überall vorne oder dicht hinter der Spitze.
Der erste Sieg des Tages ging dann in der H14 an Niedersachsen. Auf der gut vorbereitet von Julius Wandelt auf Start und Bennet Grote auf 2 ging Till Buchberger dann als 3. auf die Schlussrunde. Am letzten Posten lag er dann knapp vorne.
In fast allen Kategorien sprang dann eine Podestplatzierung heraus. H16 3., H18 3., D15-18. 2., D12 3. und 6., D14 5., Spannend wurde es in den Juniorenklassen. Hier war klar das ein Platz vor Bayern zum Juniorenpokal reicht. Leider gelang das in der D20 (2. Platz hinter Bayern) genau so wenig wie in der H20 (4. Platz hinter Bayern). So dass wir uns in dieser Wertung dann mit einem sehr knapp verpassten Pokal zufrieden geben mussten.
In der Gesamtwertung gab es dann für Niedersachsen einen 2. Platz hinter Sachsen und vor Bayern. Der Rückstand auf Sachsen hat sich im Vergleich zum letzten Jahr halbiert und der Vorsprung auf Bayern auf fast 60 Punkte ausgebaut. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.
Ob ein Gesamtsieg beim JLVK in den nächsten Jahren möglich ist wird sich zeigen. in den letzten beiden Jahren hat sich aber gezeigt das wir durchaus steigerungsfähig sind und auch noch einiges an Potential offen ist. Ganz klar, wir machen weiter so. Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf.
Die Begeisterung der Kids war super ansteckend. Sogar der Busfahrer hat sich voll mitreißen lassen.
Die Berliner haben eine tolle und runde Veranstaltung organisiert. Super Organisation, Super Location, super Wetter.