Perfekt: Niedersachsen ist (fast) ganz oben

Di, 23.05.2017 - 11:01
JJLVK Ehrung NTB
Bild mit Symbolcharakter: Nur den Sachsen müssen die Niedersachsen den Vortritt lassen - in der Gesamtwertung genauso wie hier im Staffelrennen der Herren 16 mit (v.li.) Nilas Stamer, Tom Buchholz und Matti Bruns. Foto: USV TU Dresden

 

Es hätte kaum besser für den NTB laufen können. "Ich möchte es erreichen, dass Niedersachsen Nummer zwei im Land wird", hatte Landesjugendfachwart Joachim Stamer vor einigen Jahren fast visionär in die Zukunft geblickt. Mögen einige diese Aussage damals noch mit Skepsis bedacht haben, am Wochenende ist es wahr geworden. Beim Jugend- und Juniorenländervergleichskampf (JJLVK) im Tharandter Wald bei Dresden musste sich der NTB-Nachwuchs nur den Gastgebern geschlagen geben.

Zugegeben, in der Nachwendezeit verlor Niedersachsen immer mehr Boden auf die Spitzenplätze, um die einst auch der NTB kämpfte. Doch in den vergangenen Jahren holten die Schwarz-Weiß-Roten den Rückstand immer weiter auf. Dass es jedoch mal zum zweiten Platz reichen würde, glaubten nur die Optimisten. Doch spätestens seit den vergangen zwei, drei JJLVKs, die jährlich in einem anderem Bundesland ausgetragen werden, war klar, dank der guten Nachwuchsarbeit ist der zweite Platz hinter den seit einem guten Vierteljahrhundert schier uneinholbaren Sachsen möglich.

Hauptkonkurrent sind zuletzt die Bayern geworden, die in den vergangenen Jahren immer stärker geworden waren und sich nahezu ein Abo auf den zweiten Platz geholt hatten. Am Wochenende hieß es dann taktieren. Nach dem Einzellauf am Samstag mussten die Landesjugendfachwarte von Niedersachsen und Bayern eine kluge Staffelaufstellung wählen, um ihre Ziele zu erreichen. Die wie gewohnt in Führung liegenden Sachen setzten darauf, auch in der Juniorenwertung nichts anbrennen zu lassen und ließen einige Jugendliche bei den Junioren starten. Zwar ging diese Rechnung auf, so dass sie den BTV und den NTB auch in dieser Wertung auf die Plätze verwiesen. Jedoch verzichteten Joachim Stamer und sein Trainer-Team darauf, derart zu experimentieren, was zu Rang zwei für Niedersachsen in der Jugendwertung führte. Und da diese für die Gesamtwertung ohnehin mehr Zähler einbringt, stand am Ende das lange Jahre ersehnte Ziel fest: Der zweite Rang in der Gesamtwertung - das beste Ergebnis, das (unter Berücksichtigung der Voraussetzungen, die die Sachsen haben,) überhaupt zu holen ist.

Eike Bruns